Kneipp-Bund Landesverband e.V

Sebastian Kneipp – Leben und Wirken

Sebastian Kneipp (1821 bis 1897)
Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 im bayerisch-schwäbischen Stephansried geboren. Die Familie war arm, sodass er schon als Elfjähriger als Viehhirte des Dorfes arbeiten musste.

Von 1833 bis 1839 besuchte Kneipp die Sonn- und Feiertagsschule in Ottobeuren. Nachdem sein Elternhaus abbrannte, verließ er den Heimatort. Ein weitläufiger Verwandter, Kaplan Dr. Matthias Merkle, nahm sich Kneipps an, unterrichtete ihn in Latein. In Grönenbach lernte er auch den evangelisch-reformierten Ortspfarrer und Botaniker Christoph Ludwig Koeberlin kennen, der ihn in die Pflanzenheilkunde einführte.

1844 wurde Kneipp in das Gymnasium zu Dillingen aufgenommen.

1848 begann er ein Studium der Theologie in Dillingen.

1849 begann Kneipp sein Studium an der Universität München und Dillingen. Der tuberkulosekranke Kneipp entdeckte das Buch „Unterricht von der Heilkraft des frischen Wassers“ von Johann Siegmund Hahn. Daraufhin heilt er sich durch Tauchbäder in der eiskalten Donau bei Dillingen und entdeckte somit die Wasserkur.

1850 Tägliche Wasseranwendungen waren bereits 1850 zum festen Bestandteil seines Lebens geworden. Am Georgianum behandelte er zum ersten Mal heimlich 2 Kommilitonen.

Am 6. August 1852 empfing er im Augsburger Dom die Priesterweihe. Bis 1855 hatte er drei Stellen als Kaplan: in Biberach bei Augsburg, Boos und Augsburg St. Georg.

Im Mai 1855 wurde er Beichtvater im Dominikanerinnenkloster in Wörishofen. Unter seinem Einfluss änderte sich dort das Leben. Die Nonnen mussten auf dem Feld arbeiten und er machte aus der klösterlichen Landwirtschaft einen Großbetrieb. Unterdessen kamen immer mehr Hilfesuchende nach Wörishofen, zunehmend auch aus wohlhabenderen Kreisen.

Im folgenden Jahrzehnt gab es während der Sommer nun in Wörishofen zunehmend mehr Kurgäste.

Als 1871 in Deutschland die Landflucht eingesetzt, veranlasste dies Kneipp, sein erstes Buch zu schreiben, in dem er eine Lanze für die Landwirtschaft brach.

Kneipp verfasste 1884 das Buch „Meine Wasserkur“ und es  erschien dann 1886 und sollte sein Standardwerk werden.

Im Herbst 1889 schrieb Kneipp ein zweites Buch mit dem Titel „So sollt ihr leben!“.

Am 14. Dezember 1890 gründete der Verleger Ludwig Auer aus Donauwörth den ersten Kneipp-Verein. Kneipp selbst war Ehrenpräsident. Schon einen Monat später brachte Auer die erste Ausgabe der heute noch monatlich erscheinenden Kneippblätter (heute: Kneipp-Journal, Hrsg. Kneipp-Bund e.V., Bad Wörishofen) heraus.

In den nächsten Jahren bereiste Kneipp in Begleitung von Pfarrer Aloys Stückle fast ganz Europa.

Ende 1893 wurde Kneipp von Papst Leo XIII. zum Päpstlichen Geheimkämmerer ernannt. Im darauf folgenden Jahr reiste Kneipp nach Rom und erhielt eine Audienz beim Papst, den Kneipp auf Wunsch mit Waschungen behandelt.

Im Sommer 1894 zeigte Kneipp erste Anzeichen von Schwäche.

Anfang 1897 jedoch war er schon so angegriffen, dass er seine Wassergüsse nicht mehr selbst vornehmen konnte.

Er starb am 17. Juni 1897 im Alter von 76 Jahren.

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